Alle Kurse finden im IBZ (Internationales Begegnungszentrum, Teutoburger Str.106) statt. Um eine vorherige Anmeldung wird gebeten.
Methoden für die Gruppen- und Vereinsarbeit
Vereinsvorstände und andere Gruppen stehen oft vor kritischen Situationen: Mal müssen sie Ideen für Projekte und Aktionen sammeln, ohne sich in endlosen Diskussionen zu verstricken, mal müssen sie gemeinsam Pläne für zukünftige Vorhaben schmieden und mal müssen sie sich zusammenraufen, um wichtige Entscheidungen zu treffen. Dabei ist es jedes Mal schwierig, alle Meinungen und Vorschläge unter einen Hut zu bekommen. Im Workshop “Methoden für die Gruppen- und Vereinsarbeit” sollen daher Techniken vorgestellt und ausprobiert werden, die das gemeinschaftliche Engagement in Gruppen unterstützen – darunter Methoden für Brainstormings, die Erarbeitung neuer Ideen sowie für die Entscheidungsfindung. Richtig angewandt können solche Methoden helfen, die Vorstellungen aller Gruppen- bzw. Vorstandsmitglieder besser in Planungen mit einzubinden, so dass sich alle Mitglieder mehr für gemeinsame Vorhaben begeistern können und mit mehr Motivation mitarbeiten.
Arbeiten mit der Videokamera
Den Aufnahmekopf bei der Videokamera zu finden ist nicht schwer. Doch wie gelingen gute Aufnahmen? Wie lassen sich amateurhaft wirkende Bilder vermeiden? Nach einer Einführung in die allgemeine Funktionsweise von Videokameras und Tipps zum Gelingen „schöner Bilder“ wird in einen praktischen Teil mit der Videokamera selber gefilmt (eine Bildcollage oder eine Straßenumfrage). Zum Schluss wird das gefilmte Material gemeinsam gesichtet und besprochen. Um eine frühzeitige Anmeldung zum Kurs wird gebeten, um die Anzahl der benötigten Kameras abzuschätzen. (In Kooperation mit dem Kanal21)
Einführung in den digitalen Videoschnitt
Im Mittelpunkt des Workshops steht die Bearbeitung des Videomaterials, dass im Kamerakurs produziert wurde. Nach einer kurzen theoretischen Klärung über die Möglichkeiten und Grenzen digitalen Videoschnitts wird schrittweise der eigene Umgang mit dem Videoschnittprogramm Adobe Premiere gelernt. Dies beinhaltet das Eindigitalisieren des Filmmaterials, das Erstellen eines Rohschnitts, die Tonmischung und das Ausspielen des fertigen Filmes auf DVD oder Mini-DV. Um eine frühzeitige Anmeldung zum Kurs wird gebeten, um die Zahl der benötigten Laptops abschätzen zu können.( In Kooperation mit dem Kanal21)
Referent: Thorsten Lehmkühler (Medienpädagoge)Datum: Sonntag, 18.05.2008 14.00- 18.00 Uhr
Bildungsarbeit zum kritischen Umgang mit gesellschaftlichen Geschlechterverhältnissen und dominanten Geschlechterbildern und die Möglichkeit ihrer Verschiebung – Dekonstruktion als Perspektive?
Wie kann eine kritische Thematisierung von Geschlechterbildern in der Bildungsarbeit mit Jugendlichen gestaltet werden? An die theoretisch-praktische Perspektive der Dekonstruktion angelegte Methoden bieten dazu verschiedene Möglichkeiten. In dem Workshop wollen wir die Perspektive kurz vorstellen und dann gemeinsam Methoden ausprobieren und zur Diskussion stellen.
ReferentInnen: Daniel Krenz-Dewe und Katja KolodzigDatum: Sonntag, 01.06.2008 14.00- 18.00Uhr
‘Am Ende kommen Touristen’ – Erinnerungsarbeit zur Geschichte des Nationalsozialismus anhand eines Filmbeispiels
Das Thema Erinnerung von NS-Geschichte soll anhand ausgewählter Szenen des Films ‘Am Ende kommen Touristen’ von Robert Thalheimaufgegriffen werden. Der Spielfilm (2007) handelt von einem jungen deutschen Zivildienstleistenden, der in Auschwitz als Freiwilliger arbeitet und dort einem ehemaligen Häftling begegnet. Der Film wirft Fragen nach Formen des Gedenkens auf und bildet somit eine spannende Grundlage für diesen vierstündigen Workshop. Zunächst planen wir uns mit dem Film auseinander zu setzen. Anschließend möchten wir uns darüber austauschen, wie Erinnerung an NS-Geschichte in Bildungszusammenhängen angemessen gestaltet werden kann.
ReferentInnen: K. Geipel (Studium d. Erziehungswissenschaft), M. Pohlig (Studium d. Sozialwissenschaften/Geschichtswissenschaft), D. Schlindwein (Studium d. Erziehungswissenschaft), die sich im Studium und in außeruniversitären Kontexten mit dem Thema beschäftigen. Datum: Sonntag, 08.06.2008 14.00- 18.00 UhrSehr bewegend… Körper ~ Gesellschaft ~ Theater
In diesem Workshop wollen wir erfahren und erfahrbar machen, wie es möglich sein kann, uns, unsere Körper und gesellschaftliche Verhältnisse „anders“ zu bewegen. Dies geschieht vor dem Hintergrund der Annahme, dass Gesellschaft und ihre Diskurse Körper und Sinne prägen und formen. In vielen aktuell verfassten Gesellschaften werden Körper stark funktionstüchtig und verwertbar betrachtet und (somit auch) gemacht. Wir wollen Theater als Möglichkeit, dem etwas daneben zu setzen, be-greifen. Das soll geschehen in der Auseinandersetzung mit Theatermethoden von Augusto Boal und Jaques Lecoq und mit Textschnipseln von Judith Butler, Hugo Kükelhaus und Michel Foucault. Ziel ist, den Körper mehr in den Fokus der Betrachtung des Menschen zu rücken.
Referenten: Sebastian Fleary und Tobias Linnemann (theaterpädagogische Ausbildung bei der LAG Spiel und Theater NRW, seit einigen Jahren theaterpädagogisch aktiv) Datum: Sonntag, 15.06.2008 14.00- 18.00Uhr

